Ernährung

Katzen würden Mäuse kaufen…..!

Wie bei allen anderen Lebewesen sieht man auch schon am Erscheinungsbild und Gesundheitszustand unserer Maine Coon Katzen, ob eine quantitativ und qualitativ gute Ernährung stattfindet. Sehen wir dabei von den sog. „Freigängern“, die sich ihre Nahrung teilweise selbst suchen ab, so muessen wir festhalten, dass bei unseren Wohnungskatzen nur wir fuer deren Ernährung verantwortlich sind.

Dabei können wir uns fuer eine natuerliche, artgerechte Frischkost oder die industriell hergestellte Fertignahrung als Nass- oder Trockenfutter entscheiden. Letzteres ist zur Daseinsberechtigung einer gigantischen gewinnträchtigen Industrie geworden, deren Produkte in erster Linie unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit und weniger der tierspezifisch optimalen Zusammensetzung hergestellt werden und deren Verantwortliche alles daransetzen, ihre Produkte als das Nonplusultra der Tierernährung darzustellen.

Da drängt sich aber doch die Frage auf, warum ebendiese Futtermittelhersteller nun schon bereits 7- jährige Katzen als „Senioren“ bezeichnen (Katzen können unter günstigen Voraussetzungen bis 20 Jahre alt werden)? Ist es vielleicht so, dass all die in Folge jahrelanger Fehlernährung sehr früh auftretenden „Kulturkrankheiten“ wie Uebergewicht, Hautkrankheiten, Zahn- und Zahnfleischerkrankungen, entzündliche Magen- Darmerkrankungen, Allergien sowie Schwächen des Immunsystems auf diese Art und Weise recht elegant als Altersbeschwerden und nicht als Folge einer über Generationen praktizierten Fehlernährung verkauft werden können? Es lohnt sich auf jeden Fall, sich zum Wohle unserer Tiere einmal eingehend mit dem Thema Fütterung auseinanderzusetzen.

Um gesund zu bleiben, ein schönes Fell und muskulösen Körper mit gutem Gebiss zu entwickeln, braucht eine Maine Coon, wie alle anderen Katzenrasse auch, hochwertige Nahrung, deren Vorbild wir am besten im natürlichen Beuteschema eines kleinen Raubtieres, was unsere Stubentiger ja sind, suchen sollten.

Mäuse, Ratten, Eidechsen, Vögel, Fische und Insekten bestehen überwiegend aus Proteinen, zu einem geringen Anteil aus Fetten, einem verschwindend geringen Anteil an Kohlehydraten, aber auch Enzymen, natuerlichen Vitaminen und Mineralien, nicht zu vergessen einem großen Anteil Wasser. Dadurch erübrigt es sich fuer die Katze, die ihre Nahrung selbst erjagt, größere Mengen Wasser trinken zu muessen. Ihre Anatomie hat sich im Verlaufe der Evolution an die Gegebenheiten ihres urspruenglichen Lebensraumes, der Wueste durch z. Bsp. einen relativ kurzen Darm, angepasst. Sie sind gar nicht in der Lage, so große Mengen Wasser zu sich zu nehmen, wie es nötig wäre, um eine ausschließliche Trockenfütterung auszugleichen. Somit sind in solchen Fällen Nierenprobleme vorprogrammiert. Zudem fehlt ihnen die Fähigkeit, bestimmte Aminosäuren, Fettsäuren und Vitamine selbst zu synthetisieren oder aus pflanzlicher Nahrung zu beziehen.

Wenn eine Maus 55-60% Proteine, ca. 25% Fett und ca. 5%Kohlenhydrate enthält, sind im Trockenfutter bekannter Marken ca. 30-40% Proteine, ca. 10- 20% Fett und ca. 30-45% Kohlenhydrate enthalten. Mit dem vorhergehend Erwähnten konnte und sollte nicht mehr als ein Denkanstoß gegeben werden. Weitere Ausführungen zum Thema gibt das Buch „Naturnahe Ernährung fuer Katzen“ von Birgit Frost, erschienen beim EMU-Verlag.

Interessante und detaillierte Ausführungen zum Thema Fütterung sind zu finden unter:
www.savannahcats.de
www.hundezeitung.de/top/top-46.html
www.transanimal-editor.de/index_d_dino.htm

Wenn Sie auf der Suche nach einem möglichst optimalen Futter für Ihren Liebling sind, denken Sie bitte auch daran, dass das nicht zu Lasten der weniger glücklichen Artgenossen Ihres geliebten Haustieres geschieht, die in den Versuchslabors der multinationalen Futtermittelgiganten gelandet sind und dort ein elendes Dasein unter unwürdigen Bedingungen und teilweise großem Leiden fristen müssen. Unterstützen Sie keine Hersteller von Tiernahrung, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben!

Infos unter:
www.iamsgrausam.de
www.polar-chat.de/wiki/Tierversuche_in_der_Futtermittelindustrie

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